operative Leistungen

 

Ambulante Operationen

Für unser umfangreiches Leistungsangebot zur operativen Versorgung orthopädischer und chirurgischer Erkrankungen steht uns in Eltville ein eigenes modernes zertifiziertes Operationszentrum zur Verfügung.

Dort führen wir seit vielen Jahren ambulante Operationen unter hohen Auflagen an die fachärztliche Qualität der Operateure, an Hygiene und Sicherheit durch, unterstützt von einem Team erfahrener Fachärzte für Narkose.

Unsere Patienten werden schon vor und selbstverständlich auch nach dem operativen Eingriff bis zum Abschluss der Behandlung vom Operateur betreut, um eine durchgehende fachärztliche orthopädische und chirurgische Versorgung aus einer Hand zu gewährleisten.

Wir sind ausgesuchter Kooperationspartner zahlreicher gesetzlicher Krankenkassen, die  - zur Förderung des stationsersetzenden Operierens - über medicalnetworks besondere Verträge mit hochqualifizierten Fachärzten zur integrierten operativen Versorgung ihrer Mitglieder auf höchsten medizinischem Standard abgeschlossen haben.

Stationäre Operationen

Ist der operative Eingriff nicht unter ambulanten Bedingungen in unserem Operationszentrum in Eltville möglich, können wir die erforderliche Operation auch im Krankenhaus durchführen.

Seit Jahren haben wir eine bewährte Kooperation mit dem SCIVIAS Krankenhaus St.Josef in Rüdesheim, wo wir unsere Patienten selbst operieren und auch die Nachbehandlung während des stationären Aufenthaltes übernehmen. Durch diese Zusammenarbeit können wir unseren Patienten ein noch breiteres operatives Spektrum anbieten bis hin zu endoprothetischen Gelenkersatzoperationen für Schulter- und Kniegelenke.

 

Minimalinvasive arthroskopische Gelenkoperationen

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Informationen

Die Spiegelung von Gelenken - vergleichbar der Magen- und Darmspiegelung zur Diagnostik und Therapie entsprechender Organerkrankungen - wird als Arthroskopie bezeichnet.

Die Arthroskopie ist ein seit langem etabliertes minimalinvasives Verfahren zur Diagnostik und operativen Therapie ("Schlüsselloch-Operation") vielfältiger orthopädischer und chirurgischer Gelenkerkrankungen mit großen Vorteilen für den arthroskopisch operierten Patienten:

  • exakte Diagnostik bei unklaren Befunden anderer bildgebender Verfahren (Röntgen, Computertomographie, Kernspintomographie)
  • kürzere Operationszeit mit geringerem Narkoserisiko
  • kleinste Operationswunden der Haut mit geringerem Infektionsrisiko, geringeren postoperativen Schmerzen und minimalen Narben
  • frühzeitige postoperative Mobilisierung mit erheblicher Minderung des Thrombose- und Embolierisikos
  • kürzere Heilungsdauer
Erkrankungen, Verletzungen und Unfallfolgen des Kniegelenkes und des Schultergelenkes sind häufigste Indikation in unserer Praxis zur arthroskopischen operativen Behandlung, gefolgt von Spiegelungen des Sprunggelenkes und des Ellenbogengelenkes.

Nach dem ambulanten Eingriff in unserem Operationszentrum können unsere Patienten nach kurzer Überwachung wieder nach Hause, Operateur und Anästhesist bleiben selbstverständlich am Operationstag jederzeit telefonisch erreichbar.

Spezialisiert sind wir zudem auf die endoskopische Karpalbandspaltung beim Karpaltunnelsyndrom des Handgelenkes, die als gleichermaßen miminalinvasives Operationsverfahren unbestrittene Vorteile für die betroffenen Patienten hat.

Arthroskopie des Kniegelenkes

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Informationen

Häufigste Ursache für eine minimalinvasive arthroskopische Operation des Kniegelenkes sind:

 

Meniskusverletzung/-schaden
Knorpelverletzung/-schaden
Verletzungen/Erkrankungen des Kapselbandapparates
Postoperative Nachbehandlung

 

Meniskusverletzung/-schaden

Rissbildungen des Innen- und Außenmeniskus entstehen durch Verletzungen, insbesondere bei Verdrehungen des Kniegelenkes, oder mit zunehmendem Alter durch Verschleiß des faserknorpeligen Meniskusgewebes.

Meniskusschädigungen verursachen Schmerzen, Schwellungen mit eingeschränkter Beweglichkeit und Belastbarkeit des Kniegelenkes. Häufig sind Folgeschäden an den knorpeligen Gelenkflächen mit Ausbildung oder Verschlimmerung einer Arthrose.

Eine Heilung des Meniskusschadens ist spontan oder mit konservativen Maßnahmen nicht möglich. Behandlung der Wahl ist die Arthroskopie.

  • Meniskus-Rekonstruktion/-Naht

Voraussetzung für eine erfolgreiche Meniskusnaht mit belastbarer Narbe ist eine ausreichende Durchblutung des verletzen Gewebes wie bei Schädigungen an der Meniskusbasis in Nachbarschaft zur Gelenkkapsel.

Zudem sind Faktoren wie das Alter der Meniskusschädigung, die Form der Rissbildung, das Alter des Patienten maßgeblich für die Entscheidung zur Meniskusnaht - andernfalls wird eine partielle Entfernung des Meniskus durchgeführt.

  • partielle Meniskus-Resektion

Ist die Naht des Meniskusrisses nicht möglich, erfolgt die partielle Resektion mit möglichst sparsamer Entfernung nur des geschädigten Meniskusanteiles und Remodellierung eines belastungsstabilen und funktionsfähigen Restmeniskus.

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Knorpelverletzung/-schaden

Verletzungen des Kniegelenkes können zu umschriebenen Defekten des Gelenkknorpels durch Absprengung/Abscherung von Knorpelfragmenten führen, etwa bei der Verrenkung der Kniescheibe, der Patellaluxation.

Knorpelschädigungen durch Verschleiß werden in vier Schweregrade unterteilt bis hin zum vollständigen Knorpelverlust der Gelenkflächen. Knorpelabrieb verursacht häufig akute entzündliche, schmerzhafte Gelenkschwellungen und kann zu Blockierungen des Gelenkes durch freie Gelenkkörper führen.

  • Entfernung/Refixation freier Gelenkkörper

Verletzungsbedingte Knorpelfragmente werden - abhängig von der Größe des Bruchstückes und des Defektes an der Gelenkfläche - bei der Arthroskopie aus dem Gelenk entfernt oder wieder an der Verletzungsstelle refixiert. Methode der Wahl bei verschleißbedingten freien Gelenkkörpern ist die arthroskopische Entfernung.

  • Knorpelglättung

Arthrotische Knorpelschäden zweiten und dritten Grades mit aufgebrochener, instabiler Oberfläche werden sparsam geglättet und geschliffen, um eine möglichst belastbare Oberfläche zu schaffen und weiteren Knorpelabrieb zu vermeiden.

  • Knorpelinduktion

Bei umschriebenen, tiefen traumatischen oder arthrotischen Knorpeldefekten wird durch Anschleifen und Perforation (Mikrofrakturierung) der knöchernen Grenzschicht unterhalb des Gelenkknorpels eine narbige Auffüllung des Defektes mit Faserknorpel als Ersatzgewebe induziert.

  • Autologe Knorpeltransplantation

Zur möglichst anatomiegerechten Rekonstruktion eines Knorpeldefektes werden autologe, körpereigene Knorpel-Knochenzylinder aus wenig beanspruchten Regionen des Kniegelenkes entnommen und passgenau in das verletze Knorpelareal eingefügt.

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Verletzungen/Erkrankungen des Kapselbandapparates

  • Kreuzbandplastik

Verletzungen des vorderen Kreuzbandes mit Instabilität des Kniegelenkes werden heute überwiegend operiert, solange das übrige Gelenk noch keinen relevanten Verschleiß aufweist.

Als Kreuzbandersatz nutzen wir die Semitendinosus-Sehne von der Innenseite des Oberschenkels. Das entnommene Sehnengewebe wird dem anatomischen Verlauf des Kreuzbandes entsprechend exakt durch knöcherne Bohrkanäle unter arthroskopischer Kontrolle ins Kniegelenk eingezogen und bis zur endgültigen Einheilung im Knochenkanal sicher verankert - Voraussetzung für ein optimales biomechanisches Operationsergebnis mit stabilen Gelenkverhältnissen.

  • laterales release der Kniescheibe

Anatomische Fehlstellungen der Kniescheibe zum Oberschenkelknochen verursachen chronische Belastungsschmerzen des Kniegelenkes bis hin zur Verrenkung, der Patellaluxation. Zur Korrektur der Fehlstellung dient die arthroskopische Spaltung der Gelenkkapsel und der Bänder an der Außenseite der Kniescheibe (laterales release), die bei Bedarf mit einer Raffung der gegenüberliegenden Kapsel kombiniert wird.

  • Plica-Resektion

In Nachbarschaft zur Kniescheibe finden sich im Gelenkinneren Schleimhautfalten (Plica mediopatellaris), die bei schmerzhafter Verdickung arthroskopisch reseziert werden.

  • Synovektomie der Gelenkschleimhaut

Bei chronischen Entzündungen der Gelenkschleimhaut, insbesondere im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung, wird eine arthroskopische Synovektomie, die Entfernung der Schleimhaut durchgeführt, um entzündliche Folgeschäden am Gelenkknorpel zu vermeiden oder nicht fortschreiten zu lassen. Gerade rheumatische Patienten mit mehreren betroffenen Gelenken profitieren von den Vorteilen der arthroskopischen Technik mit erheblich geringerem operativen Ausmaß und dadurch schnellerer postoperativer Rehabilitation.

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Postoperative Nachbehandlung

Nach dem arthroskopischen Eingriff erhalten unsere Patienten, abhängig vom individuellen Risiko, zur Thromboembolieprohylaxe - neben einem verordneten Kompressionsstrumpf - für einige Tage subkutane Fertigspritzen zur Selbst-Injektion.

Ziel der frühfunktionellen Nachbehandlung  ist die rasche Mobilisation mit Benutzung von Gehstützen nur für wenige Tage bis zur Vollbelastung des operierten Beines - auch mit Unterstützung der verordneten Krankengymnastik.

Ausnahme sind Knorpeleingriffe mit Induktion von Ersatzknorpel (Mikrofrakturierung) und Knorpeltransplantationen, die eine mehrwöchige Entlastung des Kniegelenkes erfordern.

Nach partieller Entfernung eines Meniskus empfehlen wir Radfahren/Ergometertraining schon nach wenigen Tagen, auch um frühzeitig einer Muskelminderung des operierten Beines vorzubeugen. Laufsport nach Meniskus-Resektion ist in der Regel nach 6-8 Wochen möglich.

Nur nach Eingriffen mit Refixation des gerissenen Meniskus, Rekontruktion des Kreuzbandes limitieren wir abhängig von der Übungsstabilität den Bewegungsumfang des Kniegelenkes durch entsprechende Schienen/Orthesen bis zur Ausheilung für einige Wochen.

Autofahren ist in aller Regel nach einigen Tagen wieder möglich, der Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit hängt wesentlich vom Beruf ab - sitzende Tätigkeiten sind meist schon nach wenigenTagen wieder zu verrichten.

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Arthroskopie des Schultergelenkes

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Informationen

Die häufigsten Indikationen in unserer Praxis zur Arthroskopie des Schultergelenkes sind:

Impingementsyndrom

Rotatorenmanschettendefekt

Schulterinstabilität

Tendinosis calcarea

 

Da das Schultergelenk knöchern nur schlecht stabilisiert ist, kommt den Sehnen und Muskeln neben der Bewegung der Schulter eine besondere Bedeutung für die Stabilisierung des Gelenkes zu. Vor allem die Sehnen der Rotatorenmanschette sind im Lauf des Lebens einer besonderen Belastung im Subacromialraum zwischen Oberarmkopf, dem Schulterdach (Acromion) und dem Schultereckgelenk ausgesetzt.

Impingementsyndrom

Aus der Belastung im nur schmalen Subacromialraum können eine schmerzhafte Schleimbeutelentzündung (Bursitis subacromialis) und chronische Entzündungen der Sehnen entstehen. Am häufigsten betroffen ist die Supraspinatussehne, die einem ständigen Reiz (Impingement) am Acromion oder dem (arthrotisch deformierten) Schultereckgelenk unterworfen ist.

Methode der Wahl nach Versagen konservativer Behandlungsmaßnahmnen (Krankengymnastik, Medikamente) ist die

  • arthroskopische Dekompression der Rotatorenmanschette

mit Entfernung des Schleimbeutels und Erweiterung des Subacromialraumes.

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Rotatorenmanschettendefekt

Ist es bereits zu Rissen in der Rotatorenmanschette gekommen, sollten die Sehnendefekte zügig durch geeignete Nahttechniken rekonstruiert werden. Wir führen die die Operation als

  • arthroskopische Sehnenrekonstruktion allein oder

  • mini-offene Operation

mit kleinem ergänzenden Hautschnitt zur Arthroskopie durch, um eine zuverlässige Naht der betroffenen Sehnen zu erzielen.

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Schulterinstabilität

Aus Unfällen an der Schulter kann insbesondere bei Verletzungen der Weichteile eine bleibende Instabilität des Schultergelenkes resultieren, die operativ behandelt werden sollte.

Typisches Beispiel die die Verrenkung (Luxation) der Schulter, die danach schon bei Bagatellbewegungen zu erneuten Luxationen des Gelenkes führt. Ursache sind verbliebene Schäden an der Kapsel, den Bändern und Sehnen und der Gelenkpfanne mit in der Folge zunehmenden Knorpelschäden am Oberarmkopf und der Gelenkpfanne.

Um diese wiederholten Luxationen und ihre Folgen zu vermeiden, werden die geschädigten Weichteilstrukturen operativ versorgt. Die erforderliche

  • Rekonstruktion der Rotatorenmanschettensehnen

  • Labrumrekontruktion

mit Fixation der abgelösten Gelenkpfannenlippe ist heute in den meisten Fällen durch einen minimalinvasiven arthroskopischen Eingriff möglich.

 

Bei Verletzungen mit Teilabriss des Ankers der langen Bizepssehne am Pfannenrand (SLAP-Läsion) kann abhängig vom Patientenalter eine

  • Tenodese (Refixation)

  • Tenotomie (Durchtrennung)

des Sehnenankers mit guten funktionellen operativen Ergebnissen durchgeführt werden.

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Tendinosis calcarea

Aus noch nicht abschließend geklärter Ursache können Kalkablagerungen in den Sehnen der Rotatorenmanschette, besonders häufig in der Supraspinatussehne entstehen (Tendinosis calcarea).

Meist ist der Körper in der Lage, diese Kalkherde selbst aufzulösen. Dieser oft sehr schmerzhafte spontane entzündliche Prozess wird durch Kortisoninjektionen, Medikamente und Krankengymnastik unterstützt und führt bei etwa 75% der Betroffenen zus Ausheilung.

Den übrigen Patienten können operative Maßnahmen angeboten werden: Ziel ist die

  • arthroskopische Entfernung des Kalkherdes

durch die Spaltung der befallenen Sehne und Entfernung des Schleimbeutels.

Bei sehr großen Kalkdepots kann eine Naht der Sehne erforderlich sein, eine offene Operation der Schulter durch einen größeren Hautschnitt ist nur selten notwendig.

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Arthroskopie anderer Gelenke

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Informationen

Binnenschädigungen des Ellenbogen- und des Sprunggelenkes sind Indikation für eine minimalinvasive arthroskopische Operation:

Arthroskopie des Ellenbogengelenkes
Arthroskopie des Sprunggelenkes
Postoperative Nachbehandlung

 

Arthroskopie des Ellenbogengelenkes

Verletzungen des Ellenbogengelenkes können zu umschriebenen Defekten des Gelenkknorpels durch Absprengung/Abscherung von Knorpelfragmenten führen.

Verschleißbedingte, arthrotische Knorpelschädigungen verursachen durch Knorpelabrieb häufig entzündliche, schmerzhafte Schwellungen des Ellenbogengelenkes mit Gelenkerguss und entzündlich geschwollener Gelenkschleimhaut. Freie Gelenkkörper führen zu akuten Blockierungen des Ellenbogengelenkes.

  • Entfernung freier Gelenkkörper

Verletzungsbedingte Knorpelfragmente werden - abhängig von der Größe des Bruchstückes und des Defektes an der Gelenkfläche - bei der Arthroskopie aus dem Gelenk entfernt oder wieder an der Verletzungsstelle refixiert. Methode der Wahl bei verschleißbedingten freien Gelenkkörpern ist die arthroskopische Entfernung.

  • Knorpelglättung

Arthrotische Knorpelschäden zweiten und dritten Grades mit aufgebrochener, instabiler Oberfläche glätten wir sparsam, um eine möglichst intakte Oberfläche zu schaffen und weiteren Knorpelabrieb zu vermeiden.

  • Synovektomie der Gelenkschleimhaut

Bei chronischen Entzündungen der Gelenkschleimhaut, insbesondere im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung, wird eine arthroskopische Synovektomie, die Entfernung der Schleimhaut durchgeführt, um entzündliche Folgeschäden am Gelenkknorpel zu vermeiden oder nicht fortschreiten zu lassen.

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Arthroskopie des Sprunggelenkes

Bei den häufigen Kapsel- und Bandverletzungen des Sprunggelenkes können auch  zusätzliche umschriebene Absprengungen von Knorpelfragmenten auftreten.

Unfallbedingte und verschleißbedingte, arthrotische Knorpelschädigungen verursachen entzündliche, schmerzhafte Schwellungen des Sprunggelenkes mit Gelenkerguss und entzündlich geschwollener Gelenkschleimhaut. Freie Gelenkkörper führen zu akuten Blockierungen des Sprunggelenkes.

Das Impingementsyndrom des Sprunggelenkes ist ein schmerzhafter Anschlag knöcherner Anbauten am Rand der Gelenkflächen oder das schmerzhafte Einklemmen aufgetriebener Narben der Gelenkschleimhaut und der Gelenkkapsel.

  • Entfernung/Refixation freier Gelenkkörper

Verletzungsbedingte Knorpelfragmente werden - abhängig von der Größe des Bruchstückes und des Defektes an der Gelenkfläche - bei der Arthroskopie aus dem Gelenk entfernt oder wieder an der Verletzungsstelle refixiert. Methode der Wahl bei verschleißbedingten freien Gelenkkörpern ist die arthroskopische Entfernung.

  • Knorpelglättung

Arthrotische Knorpelschäden zweiten und dritten Grades mit aufgebrochener, instabiler Oberfläche glätten wir sparsam, um eine möglichst belastbare Oberfläche zu schaffen und weiteren Knorpelabrieb zu vermeiden.

  • Resektion knöcherner Anbauten, hypertropher Kapsel-/Schleimhautnarben

Beim Impingementsyndrom des Sprunggelenkes tragen wir knöcherne Anbauten am Rand der Gelenkflächen und aufgetriebenes Narbengewebe der Schleimhaut und der Gelenkkapsel ab.

  • Synovektomie der Gelenkschleimhaut

Bei chronischen Entzündungen der Gelenkschleimhaut, insbesondere im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung, wird eine arthroskopische Synovektomie, die Entfernung der Schleimhaut durchgeführt, um entzündliche Folgeschäden am Gelenkknorpel zu vermeiden oder nicht fortschreiten zu lassen.

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Postoperative Nachbehandlung

Nach der Arthroskopie des Sprunggelenkes erhalten unsere Patienten, abhängig vom individuellen Risiko, zur Thromboembolieprohylaxe - neben einem verordneten Kompressionsstrumpf - für einige Tage subkutane Fertigspritzen zur Selbst-Injektion.

Ziel der frühfunktionellen Nachbehandlung  ist die rasche Mobilisation mit Benutzung von Gehstützen nur für wenige Tage bis zur Vollbelastung des operierten Beines - auch mit Unterstützung der verordneten Krankengymnastik.

Meist empfehlen wir Radfahren/Ergometertraining schon nach wenigen Tagen, auch um frühzeitig einer Muskelminderung des operierten Beines vorzubeugen. Laufsport ist in der Regel nach 6-8 Wochen möglich.

Autofahren ist in aller Regel nach einigen Tagen wieder möglich, der Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit hängt wesentlich vom Beruf ab - sitzende Tätigkeiten sind meist schon nach wenigenTagen wieder zu verrichten.

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Endoprothetik des Kniegelenkes

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Informationen

Die Implantation künstlicher Kniegelenke zählt seit Jahren zu einem der erfolgreichsten orthopädischen standardisierten Operationsverfahren.

Endoprothetik des Kniegelenkes

Knie-Hemischlitten-Teilprothese

Knie-Totalendoprothese

 

Endoprothetik des Kniegelenkes

Die Arthrose des Kniegelenkes führt im Anfangstadium der Erkrankung zu Schmerzen bei Belastung. Charakteristisch sind Anlaufschmerzen im Kniegelenk nach längerem Sitzen. Es kommt zu Gelenkkschwellungen durch Reizzustände der Gelenkschleimhaut und Bildung von Gelenkergüssen. Später haben die Betroffenen chronische Beschwerden schon in Ruhe.

20 Prozent der Patienten sind im Verlauf der Arthrosekrankheit dauerhaft in ihrer Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Bei diesen Patienten ist nach Ausschöpfung der konservativen Therapiemöglichkeiten und der Gelenk erhaltenden operativen Eingriffe die Indikation zur Implantation eines künstlichen Kniegelenkes gegeben.

Wir bieten unseren Patienten die endoprothetische Behandlung des Kniegelenkes sowohl mit Teil- als auch mit Vollprothesen an.

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Knie-Hemischlitten-Teilprothese

Unsere Operateure Dr. Kranz und Dr. Regentrop prüfen unter Beachtung der individuellen anatomischen und funktionellen Voraussetzungen immer die Möglichkeit der Implantation einer Teilprothese zur Behandlung der Gonarthrose mit Schädigung nur des inneren oder äußeren Gelenkabschnittes.

Sie wählen dafür die seit Jahrzehnten weltweit am häufigsten eingesetzte Oxford-Hemischlitten-Prothese mit mobilem Inlay. Vorteile der Implantation dieser Teilprothese sind

  • der Erhalt der ursprünglichen Kinematik des Kniegelenkes
  • ökonomischerer Krafteinsatz der Muskulatur
  • minimierte Druck- und Scherkräfte auf Prothesenkomponenten und Knochen
  • geringerer Materialabrieb zwischen den Prothesenkomponenten
  • minimaler Knochenverlust

Die Implantation wird mit minimal-invasiver Operationstechnik mit nur kleinem Hautschnitt zur Schonung der Gelenkkapsel, der Sehnen und Muskulatur durchgeführt. Dadurch haben unsere Patienten meist signifikant geringere postoperative Schmerzen und eine schnellere und dauerhaft bessere Beweglichkeit des Kniegelenkes.

Die Oxford-Hemischlitten-Prothese ist für unsere Operateure die Teilprothese der Wahl bei Gonarthrosen jüngerer Patienten mit Verschleiß nur eines Gelenkabschnittes. Diese Patientengruppe mit hohem Belastungsanspruch in Beruf und Freizeit profitiert langfristig vom erhaltenen physiologischen Bewegungsablauf und dem dauerhaft besseren funktionellen Ergebnis des operierten Kniegelenkes.

Bei nachweislich geringerem Operationsrisiko und schnellerer postoperativer Selbstständigkeit stellt die Möglichkeit der Implantation einer Knie-Teilprothese auch die vorteilhaftere Lösung gerade für ältere Patienten dar.

Unsere Erfahrungen bestätigen die Ergebnisse der letzten Jahre, dass die Erstversorgung der Gonarthrose mit Beteiligung nur des inneren Gelenkabschnittes mit einer Knie-Totalendoprothese nicht mehr die bessere Alternative ist.

  • Postoperative Nachbehandlung

Nach der stationär durchgeführten, zementierten Implantation der Oxoford-Hemischlitten-Prothese kann das operierte Kniegelenk schon in den ersten Tagen wieder voll belastet werden. Etwa 8 Tage nach der Operation ist die Entlassung nach Hause oder in eine stationäre Anschlussheilbehandlung möglich. Häufig sind die Patienten  4-6 Wochen nach Implantation der Teilprothese in der Lage, ganz ohne Gehhilfen zu laufen und bereits selbst wieder Auto zu fahren.

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Knie-Totalendoprothese

Bei Arthrosen des Kniegelenkes mit Schädigung des Kapsel-/Bandapparates und Gonarthrosen mit Verschleiß des gesamten Gelenkknorpels ist die Implantation einer Knie-Totalendoprothes die operative Methode der Wahl.

Die Totalendoprothese ersetzt die arthrotischen Gelenkflächen des Ober- und Unterschenkelknoches, über den Gelenkflächenersatz der Kniescheibe wird optional entschieden.

Wir verwenden das ausgereifte modulare Genesis-II Kniesystem, das eine Weichteil schonende und präzise Operationstechnik möglich macht. Zur passgenauen Implantation der femoralen und tibialen Prothesenkomponenten ist nur eine geringe Knochenresektion erforderlich. Variable Polyethylen-Inlays zwischen den Prothesenkomponenten dienen zur Korrektur vorhandener Defizite der Seitenbänder, des hinteren Kreuzbandes und der Gelenkkapsel.

Notwendige Korrekturen eines O-Beines oder X-Beines planen wir vor der Operation mit Hilfe einer Ganzbein-Röntgenaufnahme zur Beinachsenvermessung.

Die achsengerechte Implantation der Knie-Totalendoprothese und die optimale Korrektur der Weichteilführung des Kniegelenkes durch den Kapsel-/Bandapparat und die Muskulatur sind die Voraussetzung für eine gute und dauerhafte Funktion des operierten Kniegelenkes.

  • Postoperative Nachbehandlung

Nach der zementierten Implantation der Genesis-II Totalendoprothese ist die Vollbelastung des Kniegelenkes schon nach wenigen Tagen wieder möglich. Das Gehen wird zunächst mit Hilfe von Unterarmgehstützen unter krankengymnastischer Anleitung geschult, der Bewegungsumfnag des Kniegelenkes physiotherapeutisch und mit Motorschienen gesteigert.

8-10 Tage nach der Operation erfolgt die Entlassung aus der Klinik in eine ambulante Rehabilitation von zuhause aus oder in eine stationäre Anschlussheilbehandlung zur weiteren intensiven Funktionsbesserung. Viele Patienten sind 2-3 Monate anch Implantation der Knie-Totalendoprothese in der Lage, ganz ohne Gehhilfen zu laufen und selbst wieder Auto zu fahren.

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Endoprothetik des Schultergelenkes

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Informationen

Unsere Website wird derzeit überarbeitet und ausgebaut. Informationen zu diesem Themenbereich folgen zeitnah - wir bitten um Verständnis.

Handchirurgie

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Informationen

Die in unserem ambulanten Operationszentrum am häufigsten behandelten Erkrankungen sind:

 

Karpaltunnelsyndrom
Tendovaginitis stenosans, Ringbandstenose
Ganglion
Morbus Dupuytren

 

Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom ist eine Druckschädigung des Nervus medianus, der mit den Fingersehnen durch einen Tunnel an der Beugeseite des Handgelenkes verläuft.

Charakteristisch sind hartnäckige, häufig nachts auftretende schmerzhafte Missempfindungen an Daumen, Zeige- und Mittelfingern. In ausgeprägten Fällen kommt es zur Taubheit der Finger und zur Schwäche des Daumenballenmuskulatur. Konservative Behandlungsversuche schlagen bei den meisten Patienten fehl.

Bewährt ist die operative Druckentlastung des Nervus medianus durch die Spaltung des Karpalbandes, das den knöchern geformten Karpaltunnel überdacht.

  • offenes Operationsverfahren

Bei der konventionellen Operationstechnik wird das Karpalband durch einen geschwungenen Hautschnitt vom Handgelenk zwischen den Daumen- und Kleinfingerballen freigelegt und vollständig durchtrennt.

Sollten begleitende entzündliche Erkrankungen mit Schwellungen der Fingerbeugesehnen im Karpaltunnel bestehen, ist auf diesem operativen Weg die zusätzliche Entlastung des Nerven durch eine Synovektomie der entzündeten Sehnenschleimhaut möglich.

  • endoskopische Operationstechnik

Bei der überwiegenden Zahl der Patienten mit einem idiopathischen Karpaltunnelsyndrom ist die vollständige Spaltung des Karpalbandes in endoskopischer Operationstechnik ausreichend.

Wir führen diesen minimal-invasiven Eingriff bereits seit 1996 durch: in Teilnarkose des Armes wird über einen knapp 1 cm langen Hautschnitt in der Beugefalte des Handgelenkes ein schmales Endoskop in den Karpaltunnel eingeführt, das Karpalband übersichtlich dargestellt und unter Sichtkontrolle auf einem Monitor durchtrennt. Auch bei der endoskopischen Operationstechnik ist bei routiniertem Umgang die Schonung des Nerven - wie beim konventionell offenen Verfahren - zu gewährleisten.

Beide Operationsverfahren haben langfristig vergleichbar gute Ergebnisse bezüglich der Rückbildung der Beschwerden. Vorteile der endoskopischen Technik sind jedoch meist eine

  • schnellere Heilungsphase
  • geringere Wundschmerzen
  • deutlich frühere Belastbarkeit der Hand im Alltag
  • kürzere Ausfallzeit im Beruf

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Tendovaginitis stenosans, Ringbandstenose

Durch eine entzündliche Schwellung der Sehne entsteht eine zunehmende schmerzhafte Bewegungsstörung in den Sehnenscheiden und Ringbändern, die den anatomisch eng angelegten Halte- und Führungsapparat der Sehne bilden.

Prinzip der Behandlung bei ausgeprägten Beschwerden ist die

  • operative Spaltung des stenosierenden Sehnenfaches oder Ringbandes

  • Synovektomie mit Entfernung entzündlich veränderter Sehnenschleimhaut

Am häufigsten wird der operative Eingriff in Teilnarkose erforderlich bei der

  • Ringbandstenose mit Einengung der Fingerbeugesehnen ("Springfinger")
  • Tendovaginitis de Quervain mit Behinderung der Daumenstreck- und -abspreizsehne im ersten Sehnenfach des Handgelenkes

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Ganglion

Ein Ganglion ist eine gallertig gefüllte Ausstülpung von Kapsel- oder Sehnengleitgewebe am Handgelenk oder Fingergelenken, das abhängig von Größe und Lokalisation Beschwerden mit Schmerzen und Gebrauchseinschränkungen verursachen kann.

Eine Spontanheilung ist möglich, wenn sich das Ganglion entleert und vernarbt, die Punktion des Ganglions mit Aspiration des gallertigen Inhaltes hat als konservative Maßnahme das gleiche Ziel.

Wir empfehlen die

  • operative Entfernung in Teilnarkose

nach erfolgloser Punktion und bei anhaltenden Beschwerden. Nach der Operation kann sich in seltenen Fällen ein neues Ganglion entwickeln - dieses Risiko kann durch subtile Operationstechnik und anfängliche Ruhigstellung nach Eingriffen am Handgelenk minimiert werden.

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Morbus Dupuytren

Diese oft beidseitige Erkrankung führt anfangs zu schmerzlosen strangförmigen Verhärtungen und Knoten in der Hohlhandfaszie, einer derben Bindegewebeschicht in der Handfläche.

Im weiteren Verlauf können sich erhebliche Verwachsungen der Knoten mit der Haut und ausgeprägte, kontrakte Fingerverkrümmungen mit hochgradigen Funktionseinschränkungen der Hand bilden.

Die Ursache der Erkrankung bleibt letztlich häufig unbekannt, auch wenn Zusammenhänge mit Stoffwechselerkrankungen beschrieben werden.

Einzig bewährte Behandlungsmöglichkeit ist die

  • partielle Fasziektomie

mit sorgfältiger operativer Entfernung der knoten- und strangförmigen Verhärtungen der Hohlhandfaszie.

Um eine optimale Korrektur der Fehlstellungen zu erreichen, sollte der Eingriff bereits bei ersten Anzeichen kontrakter Fingerverkrümmungen durchgeführt werden. Auch nach erfolgreicher Operation kann es in seltenen Fällen zum Rezidiv mit neuen Verhärtungen der Hohlhandfaszie kommen.

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Fußchirurgie

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Informationen

Viele hartnäckig schmerzhafte Zehenfehlstellungen können nicht allein nur mit Hilfe von Einlagen oder Schuhzurichtungen ausreichend und dauerhaft korrigiert werden.

Bei anhaltenden Schmerzen und zunehmender Deformierung werden operative Eingriffe zur Korrektur der Fehlstellung und zur Verbesserung der eingeschränkten Gehfähigkeit empfohlen. Unsere häufigsten Indikationen zur Operation  sind:

Hallux valgus
Hallux rigidus
schmerzhafter Kleinzehenballen
Metatarsagie
Hammer-, Krallenzehe

Hallux valgus

Die Spreiz-Fehlstellung des ersten Mittelfußknochens führt zur Bildung eines plumpen schmerzhaften Großzehenballens, zur Valgus-Fehlstellung der Großzehe mit Abweichung in Richtung der zweiten Zehe, die in der Folge häufig zusätzlich deformiert wird.

Die heutigen operativen Verfahren zielen ab auf die Achskorrektur am Mittelfuß- und Grundgliedknochen der Großzehe unter Erhalt des Grundgelenkes.

Unter Berücksichtigung des röntgenologisch messbaren Winkels der Fehlstellung führen wir die Korrektur mit Durchtrennung des Mittelfußknochens durch als

  • Chevron-Osteotomie in der Nähe des Grundgelenkes

  • Scarf-Osteotomie im Schaftbereich

  • Basisosteotomie in Nähe der Fußwurzel

Zur Korrektur am Großzehengrundglied eignet sich die

  • Akin-Osteotomie meist als Ergänzung zur Osteotomie des Mittelfußknochens

Das Korrekturergebnis am Mittelfuß- und Grundgliedknochen fixieren wir meist mit kleinen Titanschrauben, die nicht entfernt werden müssen.

Bis zur Ausheilung des durchtrennten Mittelfußknochens verordnen wir unseren Patienten einen Spezialschuh für 4-6 Wochen, mit dem die Vollbelastung des Rückfußes möglich ist.

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Hallux rigidus

Die arthrotische Deformierung des Grundgelenkes verursacht eine  schmerzhafte Versteifung der Großzehe. Letztendlich wird das Abrollen dse Vorfußes über die Großzehe unmöglich.

Bewährte operative Verfahren - abhängig vom Ausmaß der Arthrose und den knöchernen Verhältnissen - sind:

  • Youngswick-Ostetomie des Mittelfußknoches

  • Resektionsarthroplastik, Cheilektomie des Grundgelenkes

zur Erweiterung des Grundgelenkspaltes und zur Verbesserung der Beweglichkeit der Großzehe,

  • Arthrodese des Grundgelenkes

mit gezielter operativer Versteifung in optimaler Funktionsstellung der Großzehe zur Ausschaltung des Arthroseschmerzes und zur Verbesserung des Gangbildes.

Die Arthrodese wird mit Schrauben fixiert, die vollständige knöcherne Ausheilung kann 2-3 Monate in Anspruch nehmen.

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schmerzhafter Kleinzehenballen

Die Spreiz-Fehlstellung des fünften Mittelfußknochens führt zum schmerzhaften Kleinzehenballen ("Schneiderballen") mit störender Varus-Fehlstellung der Kleinzehe zur Nachbarzehe.

Unter Berücksichtigung des Ausmaßes der Fehlstellung führen wir die Korrektur meist mit Durchtrennung dse Mittelfußknochens durch als

  • Chevron-Osteotomie

und fixieren den Knochen mit einer kleinen Titanschraube, die nicht entfernt werden muss.

Bis zur Ausheilung des durchtrennten Mittelfußknochens verordnen wir unseren Patienten einen Spezialschuh für 4-6 Wochen, mit dem die Vollbelastung des Rückfußes möglich ist.

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Metatarsalgie

Fehlstellungen und Überlängen der mittleren Mittefußknochen verursachen chronische Belastungsschmerzen, schmerzhafte Fußsohlenschwielen des Vorfußes ("durchgetretener Fuß") bis hin zu Hammer-, Krallenzehen.

Die operative Korrektur erfolgt mit einer

  • Weil-Osteotomie

zur Verkürzung und Anhebung der betroffenen Mittelfußknochen.

Die Korrektur wird mit kleinen Titanschrauben fixiert, die nicht entfernt werden müssen.

Bis zur knöchernen Ausheilung wird ein Spezialschuh für 4-6 Wochen verordnet, mit dem die Vollbelastung des Rückfußes möglich ist.

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Hammer-, Krallenzehe

Bei diesen schmerzhaften Zehendeformierungen finden sich häufig ausgeprägte schmerzhafte Schwielen ("Hühneraugen"). Eine Ursache der Hammer- und Krallenzehen können Fehlstellungen/Überlängen der zugehörigen Mittelfußknochen sein.

Bewährte operative Verfahren sind neben Weichteilkorrekturen an den Sehnen meist

  • Hohmann-Operation mit Entfernung des Grundgliedköpfchens

  • Arthrodese des Zehenmittel- oder -endgelenkes in Korrekturstellung

Eine Schienung der Zehe mit einem an der Zehenkuppe ausgeleiteten Draht kann für 2-3- Wochen erforderlich sein, das Tragen eines speziellen Therapieschuhes ist meist entbehrlich.

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Nerven-Engpass Syndrome

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Informationen

An anatomisch vorgegebenen Engstellen kann es zu chronischen Drucksschädigungen von Nerven kommen mit typischen Schmerzen, Missempfindungen, Taubheit im Versorgungsgebiet des Nerven und Schwäche/Lähmung der zugehörigen Muskulatur.

Die neurologische Untersuchung mit Elektroneurographie sichert die exakte Lokalisation der Druckschädigung. Die häufigsten Engpass-Syndrome sind das

Karpaltunnelsyndrom
Sulcus ulnaris Syndrom
Loge de Guyon Syndrom
Tarsaltunnelsyndrom

 

Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom ist eine Druckschädigung des Nervus medianus, der mit den Fingersehnen durch einen Tunnel an der Beugeseite des Handgelenkes verläuft.

Charakteristisch sind hartnäckige, häufig nachts auftretende schmerzhafte Missempfindungen an Daumen, Zeige- und Mittelfingern. In ausgeprägten Fällen kommt es zur Taubheit der Finger und zur Schwäche des Daumenballenmuskulatur. Konservative Behandlungsversuche schlagen bei den meisten Patienten fehl.

Bewährt ist die operative Druckentlastung des Nervus medianus durch die Spaltung des Karpalbandes, das den knöchern geformten Karpaltunnel überdacht.

  • offenes Operationsverfahren

Bei der konventionellen Operationstechnik wird das Karpalband durch einen geschwungenen Hautschnitt vom Handgelenk zwischen den Daumen- und Kleinfingerballen freigelegt und vollständig durchtrennt.

Sollten begleitende entzündliche Erkrankungen mit Schwellungen der Fingerbeugesehnen im Karpaltunnel bestehen, ist auf diesem operativen Weg die zusätzliche Entlastung des Nerven durch eine Synovektomie der entzündeten Sehnenschleimhaut möglich.

  • endoskopische Operationstechnik

Bei der überwiegenden Zahl der Patienten mit einem idiopathischen Karpaltunnelsyndrom ist die vollständige Spaltung des Karpalbandes in endoskopischer Operationstechnik ausreichend.

Wir führen diesen minimal-invasiven Eingriff bereits seit 1996 durch: in Teilnarkose des Armes wird über einen knapp 1 cm langen Hautschnitt in der Beugefalte des Handgelenkes ein schmales Endoskop in den Karpaltunnel eingeführt, das Karpalband übersichtlich dargestellt und unter Sichtkontrolle auf einem Monitor durchtrennt. Auch bei der endoskopischen Operationstechnik ist bei routiniertem Umgang die Schonung des Nerven - wie beim konventionell offenen Verfahren - zu gewährleisten.

Beide Operationsverfahren haben langfristig vergleichbar gute Ergebnisse bezüglich der Rückbildung der Beschwerden. Vorteile der endoskopischen Technik sind jedoch meist eine

  • schnellere Heilungsphase
  • geringere Wundschmerzen
  • deutlich frühere Belastbarkeit der Hand im Alltag
  • kürzere Ausfallzeit im Beruf

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Sulcus ulnaris Syndrom

Der Sulcus ulnaris ist eine enge knöchern geformte Rinne an der Innenseite des Ellenbogens, durch die der Nervus ulnaris zum Unterarm zieht. Die Druckschädigung des Nerven führt zu Schmerzen, Missempfindungen und Schwäche des Ring- und Kleinfingers.

Prinzip der Behandlung ist die Druckentlastung des Nerven durch die

  • operative Spaltung der Sulcusdaches

Selten erforderlich ist - bei massiv ausgeprägter Nervenschädigung -  die

  • Verlagerung (Transposition) des Nervus ulnaris in die Ellenbeuge

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Loge de Guyon Syndrom

Die Loge de Guyon ist ein komplex geformter Tunnel an der Beugeseite des Handgelenkes, durch den der Nervus ulnaris zum Ring- und Kleinfinger zieht. Bei elektroneurographisch gesicherter Druckschädigung erfolgt die

  • offene Spaltung des Logendaches in Teilnarkose

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Tarsaltunnelsyndrom

Druckschädigungen des Nervus tibialis im Tarsaltunnel unterhalb des Innenknöchels verursachen Schmerzen, Missempfindungen der Fußsohle und Zehen auch nachts. Die elektroneurographische Nervenmessung hilft eine Druckschädigung von anderen Krankheitsbildern (Ischialgie, Polyneuropthie) abzugrenzen. Ursächliche Fußfehlstellungen können durch Schuheinlagen korrigiert werden, bei anhaltenden Nervenbeschwerden erfolgt die Druckentlastung duch die

  • operative offene Dekompression des Tarsaltunnels

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Venen- und Krampfader-Chirurgie

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Informationen

In unserer Venensprechstunde offeriert Dr. Boddin Ihnen individuelle Therapiekonzepte aus seinem breiten Spektrum konservativer, minimal-invasiver und operativer Behandlung von Krampfadern.

In den Industrieländern sind Krampfadern heute eine Volkskrankheit. Etwa 15 Millionen Deutsche sind davon betroffen, etwa 1 Million haben mit Spätschäden ("offenes Bein") zu kämpfen.

Definition des Krankheitsbildes

Behandlung von Krampfadern

 

Definition des Krankheitsbildes

Krampfadern - medizinisch "Varizen" - sind erweiterte und gestaute oberflächliche Beinvenen, die das verbrauchte sauerstoffarme Blut aus den Beinen nicht mehr zurück zum Herzen transportieren können.

Häufigste Ursachen für den Blutstau in den Beinen sind eine meist erbliche Venenschwäche, aber auch Faktoren wie stehende und sitzende Berufe, Bewegungsarmut, Übergewicht oder Schwangerschaften.

Der erhöhte Druck des in den Venen gestauten Blutes führt zur Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Blut in die Weichteilgewebe der Beine sowie zur Verschlechterung der Sauerstoffversorgung und des Stoffwechsels.

Typische Beschwerden und krankhafte Veränderungen sind

  • müde/schwere Beine mit Spannungsgefühl
  • nächtliche Wadenkrämpfe
  • ziehende Schmerzen
  • Kribbeln/Hautjucken
  • kalte Füße
  • Knöchelschwellungen
  • Braunverfärbung/Verhärtung der Haut
  • schlecht heilende Wunden/Geschwüre/offene Beine

Krampfadern führen häufig zu schmerzhaften Venenentzündungen und akuten Venenblutungen.

Zu den ernsthaften Komplikationen zählen die Venenthrombose mit Blutgerinnseln in den gestauten Venen, die in die Lunge abschwemmen und eine lebensbedrohliche Lungenembolie verursachen können.

Unverzichtbar zur Diagnostik ist Ultraschalluntersuchung der Beinvenen, die

  • Duplex-Sonographie

um einfach, schmerzfrei und verlässlich das Ausmaß des Venenleidens zu erkennen.

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Behandlung von Krampfadern

Krampfadern sollten frühzeitig behandelt werden, um die häufig gravierenden Folgen des Blutstaus in den erweiterten Venen zu vermeiden.

konservative Therapie

Regelmäßige Bewegung, flaches Schuhwerk, Kompressionsstrümpfe, Hochlagerung der Beine und Gewichtsreduktion führen zum verbesserten Rückfluss des Blutes zum Herzen und zur Verminderung des Druckes in den Venen.

  • Schaumverödung

Die Behandlung oberflächlicher Krampfadern mit flüssigen oder geschäumten Verödungsmitteln (Aethoxysklerol) ist eine Jahrzehnten bewährte Therapieform.

Prinzip des Verfahrens ist der verlässliche Verschluss der gestauten Vene: die gezielte Injektion des Verödungsmittels führt zur lokalen Reizung der Innenwand der Vene mit narbigem Gefässverschluss (Sklerose). Der Veschluss verhindert den weiteren Rückfluss von Blut in die Krampfader.

Die Schaumverödung (Sklerosierung) ist bislang für gesetzlich krankenversicherte Patienten eine Wahlleistung.

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operative Therapie

Zur Vehinderung des Blutstaus dienen die operative Entfernung oder der Verschluss der erkrankten Venen.

Die operative Therapie von Krampfadern ist bis heute die meist praktizierte Behandlungsmethode. Stetig weiterentwickelte und verfeinerte Techniken gewährleisten eine möglichst schonende Behandlung mit verlässlichen Ergebnissen.

  • Venen-Stripping

Bei diesem operativen Verfahren wird - meist in örtlicher Betäubung - der erkrankte Venenanteil schonend mit Hilfe einer kleinen Sonde entfernt, die über einen kleinen Hautschnitt in die Vene eingeführt wird. Intakte funktionstüchtige Venenabschnitte werden belassen.

Vorteil dieser seit Jahrzehnten bewährten und am häufigsten verwendeten Methode ist die nur geringe Zahl neuerlich auftretender Krampfadern (Rezidive).

  • Crossektomie

Als Crossektomie wird der operative Verschluss von Krampfadern an der Gefäßkreuzung zu den tiefliegenden Venen in der Leiste oder Kniekehle bezeichnet. Damit wird der Rückstau von Blut aus der Tiefe in die erweiterten oberflächlichen Venen verhindert.

Die Crossektomie wird häufig mit dem Stripping-Verfahren oder der Mini-Phlebektomie kombiniert.

  • Mini-Phlebektomie

bei der Mini-Phlebektomie wird die erkrankte Vene - meist nur in örtlicher Betäubung - operativ über mehrere, nur 3-4 mm kleine Stichinzisionen problemlos entfernt.

Die Mini-Phlebektomie ist Methode der Wahl bei leichteren Formen der Varicosis oder hervorragende Ergänzung zu anderen  Verfahren.

  • CHIVA-Operation

CHIVA steht für die ambulante, Venen erhaltende und den Blutfluss korrigierende Behandlung von Krampfadern:

Die gezielte Unterbrechung des krankhaften Rückflusses aus den tiefen Venen in die oberflächlichen, gestauten Krampfadern führt zu deren Rückbildung und zur Wiederherstellung der Funktion der Gefässklappen.

Mit der CHIVA-Operation werden - anders als beim konventionellen Stripping-Verfahren - auch die erkrankten Venen möglichst erhalten und nur der Blutstau korrigiert.

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Leistenbruch- / Nabelbruchoperationen

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Informationen

 

In unserer speziellen Hernien-Sprechstunde bieten Ihnen Dr. Boddin und Dr. Regentrop das gesamte Spektrum ambulanter minimal-invasiver operativer Behandlungen von Leisten-, Nabel- und Narbenbrüchen.

Definition der Hernie

Therapie der Hernien

 

Definition der Hernie

Als Bruch - medizinisch "Hernie" - bezeichnet man am Rumpf die Ausstülpung eines Bruchsackes mit Gewebe aus dem Bauchraum durch eine Lücke (Bruchpforte) in der Bauchwand.

Bruchpforten sind Schwachstellen der Bauchwand, die angeboren sind oder durch Dehnung des Gewebes, etwa bei Übergewicht oder chronischem Reizhusten entstehen. Auch Operationsnarben können zur Schwächung der Bauchdecken führen.

Typische anatomische Schwachstellen finden sich an der Leiste und am Nabel, hier entwickeln sich die meisten Hernien (in Deutschland etwa 250.000 Neuerkrankungen pro Jahr).

Ist der Bruchsackinhalt (meist eine Darmschlinge oder Fettgewebe) im Bruchsack fixiert und kann nicht mehr in den Bauchraum zurückgleiten, kann es zu einer schmerzhaften und gefährlichen Einklemmung kommen mit Absterben von Darmgewebe (Gangrän) und drohender Bauchfellentzündung.

Durch unsere klinische Untersuchung und ergänzende Ultraschalldiagnostik können wir einen Leisten-, Nabel- oder Narbenbruch sicher nachweisen.

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Therapie der Hernien

Ein Bruch sollte heute zur Vermeidung ernsthafter Komplikationen durch die Einklemmungsgefahr operativ behandelt werden!

Konservative Behandlungsversuche wie das Tragen eines Bruchbandes sind strikt abzulehnen.

Durch die Weiterentwicklung operativer Techniken in den letzten 20 Jahren stehen uns heute eine Vielzahl vorteilhafter Behandlungsmethoden von Leisten-, Nabel- und Narbenbrüchen zur Verfügung.

Dies ermöglicht uns eine schonende und möglichst individuelle Behandlung unserer Patienten.

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Operative Therapie des Leistenbruches

Bei den konventionellen Operationsmethoden wird der Bruchsack mitsamt der Bruchpforte dargestellt, der Bruchsack abgetragen oder in den Bauchraum zurückverlagert und die Bruchpforte durch spezielle Nahttechniken verschlossen.

Dies Verfahren wenden wir heute nur noch in Einzelfällen, z.B. bei sehr jungen Patienten oder einem sehr kleinen Leistenbruch an.

  • Moderne minimal-invasive Operation des Leistenbruches

Eine deutliche Verbesserung war die Einführung von gut verträglichen, feinen Netzen aus Polypropylen in den 1990er Jahren.

Seither ist der operative Verschluss der Bruchpforte mit diesen gut beweglichen, ggfs. auch resorbierbaren Netzten spannungsfrei, wesentlich schonender und verlässlicher als mit herkömmlichen Verfahren möglich.

Heute ist die offene Netzimplantation die am häufigsten verwendete und erfolgreichste Methode zur Behandlung von Leistenbrüchen:

Die neueste Generation von Netzen besteht (ähnlich einem Sandwich) aus zwei Netzlagen zum sicheren Verschluss der Bauchwand sowohl von außen als auch von innen.

Die Implantation dieser Netze führen wir in minimal-invasiver Technik über einen nur noch kleinen Hautschnitt durch.

Unsere Patienten sind nach der in Voll-/Teilnarkose als auch in örtlicher Betäubung durchführbaren ambulanten Operation rasch wieder mobil, die Schmerzen unmittelbar nach der minimal-invasiven Operation sind deutlich verringert.

Nach einer kurzen Schonungsphase von 2-3 Wochen kann wieder aktiv Sport getrieben und körperlich schwere Arbeit geleistet werden.

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Operative Behandlung des Nabelbruches

Weniger spektakulär, jedoch nicht minder gefährlich ist der Nabelbruch. Im Gegensatz zur Leistenhernie ist der Nabelbruch in der Regel bereits bei Geburt angelegt und weitet sich im Laufe des Lebens aus.

Auch der Nabelbruch bedarf der operativen Therapie, da sich auch hier Bauchinhalt einklemmen und entzünden kann:

Bei meist nur kleiner Bruchpforte ist in der Regel der verlässliche Verschluss per Naht ausreichend.

Wie bei der Operation von Leistenbrüchen kann jedoch bei sehr großer Bruchpforte auch hier ein Netz zum spannungsfreien Verschluss eingelegt werden.

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Operative Therapie von Narbenbrüchen

Narbenbrüche entstehen nach einer Bauchoperation durch die Vorwölbung eines Bruchsackes im Bereich der durch die Narbe geschwächten Bauchdecke.

Bruchsack und Bruchpforte können in ihrer Größe sehr variabel sein und werden von uns individuell je nach Ausprägung und Lokalisation mit den oben beschriebenen Techniken operativ verschlossen.

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Proktologie / Enddarmerkrankungen

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Informationen

 

In unserer proktologischen Sprechstunde bieten Ihnen Dr. Boddin und Dr. Regentrop das komplette chirurgische Spektrum konservativer und ambulanter operativer Behandlungsmöglichkeiten proktologischer Erkrankungen.

Hämorrhoiden

Analvenenthrombose

Analfissur

Marisken

Analfistel

Steißbeinfistel (Pilonidalsinus)

 

Hämorroiden

Mehr als 10 Millionen Bundesbürger leiden an Hämorrhoiden, der häufigsten Enddarmerkrankung.

Die von einem dichten Netz aus Blutgefäßen durchzogene Schleimhaut des Afters bildet ein inneres Polster, das zusammen mit dem Schließmuskel für den Verschluss des Enddarmes sorgt.

Durch übermäßige Erweiterung der Gefäße kommt es zur krankhaften Vergrößerung des Schleimhautpolsters, das sich zunächst beim Pressen, später spontan und dauerhaft als Hämorrhoiden nach außen vorwölbt.

Häufige Folgen der Hämorrhoiden sind Einrisse und Entzündungen der Schleimhaut mit Brennen und Nässen, Nachschmieren von Stuhl, hellroten Blutauflagerungen und dem Gefühl der unvollständigen Stuhlentleerung.

Überwiegende Ursache von Hämmorrhoiden sind ungesunde Ernährung, zu geringe Trinkmengen, mangelnde Bewegung, Übergewicht, Verstopfung, erbliche Bindegewebsschwäche sowie Schwangerschaften.

Hämorrhoiden lassen sich durch eine harmlose Spiegelung, die

  • Rektoskopie des Enddarmes

diagnostizieren. Die Rektoskopie ist wichtig zur Abgrenzung anderer Erkrankungen des Enddarmes.

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Konservative Behandlung

Die Therapie der Hämorrhoiden beginnt mit richtigem Essen und Trinken: Ballaststoffreiche Kost und viel Flüssigkeit fördern einen regelmäßigen Stuhlgang und verkleinern die Schleimhautpolster. Nachteilig sind blähende und stopfende Nahrungsmittel wie Weißbrot, Süßigkeiten oder Schokolade.

Hämorrhoiden lieben es bequem auf dem Sofa und Bürosessel: regelmäßige Bewegung normalisiert die Durchblutung der Hämorrhoidalpolster und wirkt stuhlregulierend.

Wichtig ist die richtige Analhygiene: nach jedem Stuhlgang sollte die Analregion mit feuchtem Toilettenpapier oder unter der Dusche gesäubert werden. Zahlreiche Salben lindern die Reizung der Schleimhaut.

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Operative Therapie

Bei ausbleibendem Erfolg konservativer Maßnahmen kommen abhängig von der Ausprägung der Hämorrhoiden operative Verfahren zur Anwendung:

  • Gummibandligatur nach Barron

Bei dieser einfachen und schmerzfreien Methode schnüren wir den oberen Teil der Hämorrhoide mit einem kleinen Gummiband ab. Durch die entstehende Narbe wird die arterielle Blutzufuhr zur Hämorrhoide gedrosselt und das Gefäßpolster automatisch verkleinert.

Das gleiche Prinzip verfolgt die

  • Hämorrhoiden-Arterien-Ligatur (HAL)

Hier wird die das Gefäßpolster "speisende" Arterie mit einem Ultraschallverfahren aufgesucht und mit einem Faden unterbunden.

Bei größeren Hämorrhoidalkonvoluten kann mit der

  • Staplermethode nach Longo

ein Ring aus kleinen Metallklammern unmittelbar oberhalb der Gefäßpolster angebracht werden, um die Verkleinerung der Hämorrhoiden zu bewirken.

Bei ausgedehnten Hämorrhoidalpolstern wenden wir befundabhängig Eingriffe an wie die

  • Operation nach Milligan-Morgan, nach Parks, nach Fansler

Hierbei werden die krankhaft vergrößerten Hämorrhoiden der Schleimhaut schonend ausgeschält und die zuführende Arterie unterbunden.

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Analvenenthrombose

Die Analvenenthrombose (auch "äußere" Hämorrhoiden genannt) ist eine äußerst schmerzhafte akute Venenentzündung der hochempfindlichen Analhaut.

Therapie der Wahl ist die

  • unkomplizierte Entfernung in örtlicher Betäubung

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Analfissur

Analfissuren sind sehr schmerzhafte akute oder chronische Einrisse der Analhaut, insbesondere durch Überdehnung der Haut bei festem Stuhlgang mit hellroten Blutauflagerungen auf dem Stuhl.

Analfissuren sind mit entzündungshemmenden Maßnahmen meist gut konservativ behandelbar. Selten ist die chirurgische Entfernung der Fissur erforderlich.

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Marisken

Marisken sind harmlose Hautfalten im Analbereich, häufig als Folge einer Analvenenthrombose oder eines Hämorrhoidalleidens. Sie können bei der Analhygiene stören und lassen sich bei Bedarf problemlos entfernen.

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Analfistel

Analfisteln entstehen meist durch eine eitrige Entzündung der Analdrüsen im Bereich des Afters. Die Entzündung führt zur Bildung eines Verbindungsganges (Fistel) unter der Schleimhaut des Enddarmes zur Oberfläche der Analhaut. Durch die Fistel entleert sich infektiöses Sekret und Stuhl am After vorbei aus der äußeren Fistelöffnung.

Die Analfistel verursacht häufig brennende Schmerzen und chronische entzündliche Hautreizungen.

Chirurgische Behandlung der Wahl ist die rechtzeitige

  • operative Spaltung der Fistel

um die drohende Bildung ausgedehnter Fistelsysteme ("Fuchsbau") zu verhindern, die aufwändige operative Eingriffe unumgänglich machen.

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Steißbeinfistel (Pilonidalsinus)

Die Steißbeinfistel ist die schmerzhafte eitrige Abszedierung einer unter der Haut gelegenen Zyste im Steißbeinbereich. Über einen Fistelgang entleert sich entzündlicher Zysteninhalt durch die Haut.

Die chirurgische Versorgung umfasst die

  • operative Entfernung der Zyste

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